Ein persönlicher Rückblick darauf, wie sich Social-Media-Marketing verändert hat — und warum Ehrlichkeit, Empathie und echte Begeisterung weiterhin wichtig sind.

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Echte Momente brauchen keine Inszenierung
In den letzten Tagen und Wochen haben wir die Inhalte unserer Website aktualisiert. Dieser Prozess hat mich dazu veranlasst, allgemeiner über Werbung und Marketing nachzudenken — wie Dinge heute gemacht werden, wie stark sich alles verändert hat und, was am wichtigsten ist, wo wir uns auf dem Markt positionieren wollen.
Es hat zu interessanten Gesprächen und Ideen geführt. Der Wandel im Marketing im Laufe der Jahre war bemerkenswert. Heute sind soziale Medien und Influencer die wichtigsten Werkzeuge für Werbung, und viele Unternehmen — einschließlich großer Marken — verlassen sich stark auf diese Stimmen, um ihr Publikum zu erreichen.
In einem Gespräch heute meinte jemand: «Ja, aber Influencer sind kitschig — das Marketing wirkt minderwertig.» Und in vielen Fällen stimmt das. Aber nicht immer. Es gibt Influencer, für die ich großen Respekt habe — Menschen, die meiner Meinung nach hervorragende Arbeit leisten.
Als man mich nach einem Beispiel fragte, fielen mir sofort George Buckley (@georgebxckley) und Sean Hammond (@holidayhammond) ein. Beide sind junge Reiseblogger, die für mich durch ihre Ehrlichkeit, Begeisterung und die echte Empathie, die sie in ihre Arbeit einbringen, auffallen.
Ja, es gibt Produktplatzierungen, aber sie werden nicht auf plumpe oder störende Weise gemacht. Ihre Begeisterung wirkt echt. Man merkt, dass es ihnen wichtig ist, wo sie übernachten oder was sie erleben. Ich sehe mir ihre Inhalte von Anfang bis Ende an — nicht weil sie perfekt sind, sondern weil sie nachvollziehbar sind. Und oft denke ich: Ich wünschte, es gäbe mehr Menschen wie sie auf der Welt.
Es bestätigt, was ich schon immer geglaubt habe: Ehrlichkeit und Empathie haben weiterhin ihren Platz — in der Werbung, in Immobilien, im Leben. Im Gegensatz dazu wirkt mancher Reise-Content heute zunehmend inszeniert. Lange Videosequenzen, in denen Designerartikel ausgepackt werden, die als Marketingrequisiten zugeschickt wurden. Und oft habe ich dasselbe Gefühl bei bestimmten Immobilien-Präsentationen — wo der Fokus mehr auf der Person liegt, die präsentiert, als auf der Immobilie selbst. Das Ganze wirkt gestellt, ja sogar künstlich.
Ich möchte glauben — und ich glaube es auch — dass Integrität, Begeisterung und Authentizität weiterhin wertvoll sind. Tatsächlich denke ich, dass sie noch wichtiger werden, je müder das Publikum von Clickbait und übertriebenen Inhalten wird.
Es ist nichts falsch an Aspiration. Aber Aspiration ohne Authentizität wirkt leer. Und langfristig erkennen die Menschen den Unterschied.



